Casemanagement und Prozessbegleitung zur Entschärfung der Situation und Erleichterung des Zugangs.

Das Case- und Prozess-Management setzt da ein, wo es mit Betroffenen Schwierigkeiten gibt. Oft ist der Betroffene nicht halb so schwierig, sondern die entw√ľrdigende Situation, welcher der Betroffene ausgesetzt ist. Daraus folgen Verletzungen und dann eben Traumatisierungen was die Kommunikation mit dem Betroffenen sehr erschwert und in manchen Situationen gar nicht mehr m√∂glich ist. Unter solchen Umst√§nden gelingt es immer weniger an den Betroffenen ran zu kommen und es folgen weitere Massnahmen, was die Situation des Betroffenen nicht verbessert. Es ist wichtig, dass √ľber den Austausch mit dem Betroffenen die Massnahmen im Sinne des Betroffenen angepasst wird. Da setzt unser Casemanagement ein. Der Betroffene wendet sich an unsere Stelle und hat dadurch die M√∂glichkeit wieder im Verfahren zu partizipieren. Als Br√ľckenglied wird die Situation entsch√§rft und es entsteht eine neue Ausgangslage. Dies ist es was sich jeder Betroffene w√ľnscht und nicht ein richten und verwalten von seiner Person. Es geht um die Schaffung sozialrechtlicher regionalen Beratungsstellen und Begleitdiensten, eine Art Opferhilfe f√ľr die von staatlichen Zwangsmassnahmen Betroffenen. Das Leiden der Betroffenen und ihren Angeh√∂rigen ist zu gross, weshalb dringend die zerst√∂renden Konsequenzen staatlicher Zwangsmassnahmen eliminiert werden m√ľssen. Nur so kann dem Betroffenen geholfen werden, seine Rechte auf menschliche W√ľrde und Wertsch√§tzung geltend zu machen.

Es ist wichtig zu erkennen, dass die Betroffenen teilweise h√∂chst traumatisiert sind und durch die bisherige Vorgehensweise, wenn √ľber die K√∂pfe hinweggerichtet wird, die Betroffenen ohnm√§chtig und krank macht. Dadurch folgen ungeheuerliche Schicksale die zu Selbstmord oder sogar auch Amokl√§ufen f√ľhren. Der Fall von Flaach ist einer unter den vielen typischen Beispielen und wir k√∂nnen nicht l√§nger weg schauen. Es ist wichtig, dass die unter dem Druck willk√ľrlicher Zwangsmassnahmen stehenden Traumatisierten, passende psychosoziale Unterst√ľtzung und eine Vertrauensperson an Ihrer Seite erhalten. Auf der anderen Seite erachte ich es als unabdingbar, dass die Beh√∂rden √ľber einen √§dequaten Umgang mit von Wilk√ľr Betroffenen Justizgesch√§digten sensibilisiert und geschult werden.